Krummbachtal-Aktion

Am 12.07.19 wütete ein Tornado über Bobenheim am Berg. Die dadurch zerstörte Waldfläche im Krummbachtal wurde unter Mithilfe einiger Sektionsangehöriger geräumt und wieder neu bepflanzt.

Organisiert wurde die Aktion vom Forst (Revier Jerusalemsberg) und der Klimaschutzpatin der Ortsgemeinde Carlsberg, Fr.Brügging.

Der Forst hatte dafür gesorgt, dass die großen abgebrochenen oder umgefallenen Stämme durch Fachfirmen entfernt wurden.

Aufgabe der am 12.10.2019 erschienen etwa 20 ehrenamtlichen Helfer, darunter auch 3 Sektionsangehörige, bestand nun darin das Gebiet für die Wiederaufforstung am 26.10.2019 vorzubereiten.

Über den ganzen Hang verteilt wurden als Markierung rot gestrichene Bambusstäbe in den Boden gesteckt. Im Umkreis von etwa 5m um die Stäbe herum wurde von den Freiwilligen die Fläche von Ästen und Reisig geräumt. Dieses Material wurde hangabwärts an den Flächengrenzen aufgeschichtet um Regenwasser und Erde zu halten, damit auch dort Samen wild aufgehen können. Fachlich unterstützt wurden die Freiwilligen durch 2 Angestellte des Forsts. Nach gut 3 Stunden Arbeit war alles erledigt und die Helfer konnten sich an bereit gestellter Brotzeit ordentlich stärken.

Am 26.10.2019 trafen sich etwa 50 Menschen um auf der 2 Wochen vorher vorbereiteten Flächen die Jungbäume zu pflanzen.

Rund 850 Bäume, Hainbuchen, Vogelbeeren, Linden und Sommerflieder wurden von den Freiwilligen gepflanzt. Die Bäumchen sind ein- bis zweijährig und kosten inklusive Hülle etwa 7€/Stück. Finanziert wurde das Material durch Zuschüsse des Landes und des Vereins Pfalztrail, der zweckgebunden 1,50€ für jeden Teilnehmer des letzten Pfalztrails gespendet hatte.

Was der Tornado in Sekunden zerstört hat, werden erst unsere Enkel wieder als (Jung-)-Wald erleben.

Wichtig ist jetzt in den kommenden Jahren die Pflege der Jungbäume. Sie dürfen nicht von Brombeeren überwuchert werden. Dafür wird es auf der Fläche Patenschaften für Vereine aber auch Privatpersonen geben, die diese Arbeit leisten wollen. Es wäre schön wenn wir, die Sektion Frankenthal (Jugendgruppen und Erwachsene), uns hier aktiv einbringen könnten. Der Aufwand ist gering und unserem Verein als Naturschutzverband auch angemessen. Der Vorstand meldet sich sobald nähere Informationen zu den Patenschaftsflächen vorliegen.

Im Forstrevier Jerusalemsberg hat Försterin Isabell Behret insgesamt 43 Schadstellen, verursacht durch Tornado und Trockenheit, gezählt. An 7 bis 8 davon, eine ist die eben beschriebene, werden insgesamt 4300 Bäume nach gepflanzt.