Fotovortrag über Ladakh, Indien

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Fotovortrag über Ladakh, Indien

Über 5 Jahre habe ich mit meiner Familie in Indien gelebt. Eine intensive Zeit, in der ich dieses faszinierende, pulsierende und auch manchmal verstörende Land erleben durfte. Auf unseren vielen Reisen konnten wir oft hinter die Kulissen schauen, am Alltag der Menschen teilhaben und auf touristisch weniger betretenen Pfaden Incredible India – das unglaubliche Indien, erkunden und lieben lernen. Diese Liebe, einige Reiseanekdoten  und die besten Bilder, die aus meiner Passion für die Fotografie entstanden sind, möchte ich mit euch teilen.

Vor allem die insgesamt 5 Reisen in die indischen Teile des Himalaya, nach Sikkim, Ladakh, Kashmir, Zanskar und Manali, sind ein wichtiger Teil unserer persönlichen Indien Höhepunkte. Hier haben wir die höchste befahrbare Passstraße der Welt bezwungen, eine üble Schotterpiste, die nur 5 Monate im Jahr geöffnet ist und die auf der schwindelerregenden Höhe von bis zu 5360m die Orte Manali und Leh miteinander verbindet. Auf mehreren Trekking Touren konnten wir die rauhe, landschaftliche Schönheit dieser Region im Grenzgebiet zu Pakistan und China bestaunen. Hier gibt es auf 4500m Höhe Gebirgsseen inmitten unnatürlich schön wirkender Mondlandschaften. Dabei sind wir zu abgelegenen, buddhistischen Klöstern im Zanskar Tal vorgedrungen, ein Hochgebirgstal, welches im Durchschnitt auf 6000m Höhe liegt und erst seit wenigen Jahrzehnten über eine unbefestigte Straße angebunden ist. Das dort gelegene Phugtal Kloster ist spektakulär mitten in eine steile Felswand gebaut und kann von Leh, der Hauptstadt von Ladakh, in vier anstrengenden Tagen erreicht werden. Hier haben wir mehrere Tage in totaler Abgeschiedenheit, ohne Strom, Telefon und Internet  zusammen mit den dort lebenden Mönchen verbracht, gemeinsam gegessen und auch Fußball gespielt. In die dort aufgebaute Schule gehen etwa 35 junge Mönche im Alter ab etwa 7 Jahre. Ein magischer Ort, an dem uns besonders die Menschen fasziniert haben, die hier mit ihren aktiv gelebten Traditionen und einem tief verwurzelten Glauben nach dem Wechsel der Jahreszeiten leben.

Beginnen möchte ich die audiovisuelle Reise aber in Mumbai, der 20 Millionen Menschen Megacity an der Westküste Indiens. Hier findet jährlich das Ganesha Festival statt, bei dem tonnenschwere, prunkvoll verzierte Nachbildungen des Elefantengottes Ganesha in einer bunten Feier im Meer versenkt werden. Auch in sportlicher Hinsicht konnte ich mich verwirklichen. Mehrere Felsen im Großraum Mumbai wurden inspiziert und für tauglich befunden. Mit einem kurzfristig aus Deutschland importierten Akku-Schlagbohrer nebst Expansionshaken entstand  in monatelanger Arbeit ein neuer Klettergarten. Höhepunkt war die Einweihung der Wand mit einem großen Kletterwettbewerb, bei dem knapp 100 Athleten und mehrere hundert Zuschauer und Helfer teilnahmen.

Neben den hohen Bergen des Himalaya bietet Nordindien vor allem mit Rajasthan einen weiteren Höhepunkt. Intensiv haben wir die farbenfrohen und exotischen Märkte erkundet, Männer mit Turbanen und Frauen in bunten Saris beobachtet, Kamelen in der Wüste und die alten Paläste aus der Maharajazeit gesehen und  ja, natürlich war auch das Taj Mahal mit dabei. Ganz besonders intensiv waren auch die Reisen nach Varanasi, der heiligen Stadt des Lichtes am Ganges. Es fällt schwer, sich dem morbiden Charme dieser Altstadt zu entziehen. Ein Ort, an den jeder gläubige Hindu einmal in seinem Leben pilgern sollte, um sich mit aufwändigen Ritualen im stark verschmutzten Fluss von seinen Sünden zu reinigen. Die passende Kulisse hierzu bilden unzählige Priester und die mystischen Sadhus, die heiligen Männern Indiens.

Ich freue mich, euch auf eine fotografische Reise durch den halben indischen Kontinent mitzunehmen, von Mumbai bis nach Ladakh.

Vortragender Frank Schieweck

 

Tourendetails

25.01.2020

18:00 Uhr

Tourenkennung:
FV2001
Treffpunkt:
Kletterzentrum Pfalz Rock